Forschungsinfrastruktur

NUM-Forschungsinfrastrukturen unterstützen Forschende mit methodischer Expertise, Datenmanagement und hochwertigen Forschungsdaten. Hierfür wurden Forschungs- und Dateninfrastrukturen neu aufgebaut oder ausgebaut. Die Plattformen decken unterschiedliche Datenarten, Wege der Datengewinnung und Behandlungssettings ab und basieren auf den FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, and Reusable). Die Umsetzung erfolgt durch bundesweite interdisziplinäre Expert. Die entstandenen Plattformen werden von den NUM-Forschungsprojekten genutzt und sollen künftig auch Forschende außerhalb des NUM unterstützen.

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LMU Medizin beteiligt sich an folgenden Infrastrukturprojekten:

In einer Welt, in der die Medizin vom digitalen Fortschritt profitiert und immer größere Datenmengen generiert werden, müssen Routinedaten aus der medizinischen Versorgung effizient, sicher und innovationsfördernd erschlossen, für die medizinische Forschung bereitgestellt und zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen genutzt werden. Das NUM-DIZ (Datenintegrationszentrum) Projekt setzt auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative (MII) auf, innerhalb derer an den meisten deutschen Universitätskliniken Datenintegrationszentren (DIZ) etabliert wurden, mit dem Ziel, die Datenbereitstellung sowie die standortübergreifende Datenintegration und -analyse zu unterstützen. Im Rahmen des NUM-DIZ-Projekts bauen die bereits etablierten DIZ ihr Service-Portfolio kontinuierlich aus und erschließen neue Datenquellen.

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Die Zusatzförderung des Projekts NUM-DIZ im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) ist im Juli 2026.

Forschungsteam:

  • Herr Reinhard Thasler
  • Frau Elena Druidi

Projektleitung an der LMU Medizin: 

Prof. Dr. Fady Albashiti (MeDIC – Medical Data Integration Center)

Mit der „Biobank-Plattform für Deutschland“ (BPD) entsteht im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) eine bundesweite Forschungsinfrastruktur. Ziel ist es, den Zugang zu Bioproben und den dazugehörigen klinischen und analytischen Daten für die medizinische Forschung standortübergreifend zu vereinfachen und zu standardisieren. Das Vorhaben setzt ein Ziel aus dem Koalitionsvertrag und der Hightech Agenda der Bundesregierung um und baut auf den im German Biobank Network (GBN) etablierten Strukturen auf. Über einen „One-Stop-Shop“ des NUM wird künftig ein zentraler Zugang zur Plattform ermöglicht.

Weitere Infromationen

Das Projekt BPD wird im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) gefördert. Der Projektstart ist im Juli 2026.

Projektleitung an der
LMU Medizin:

PD Dr. Joachim Havla (Institut für Klinische Neuroimmunologie)

RACOON ist die nationale Forschungsplattform für bildbasierte medizinische Forschung im Netzwerk Universitätsmedizin. Die Plattform verbindet die radiologischen Abteilungen aller Universitätskliniken in Deutschland und stellt eine gemeinsame, dezentrale und datenschutzkonforme Infrastruktur für kollaborative Forschungsprojekte bereit. RACOON ist modular aufgebaut, sodass Arbeitsabläufe und Methoden einzelner Teilprojekte für künftige Projekte erhalten bleiben.

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Forschungsteam:

  • Prof. Dr. Sophia Stöcklein, Wissenschaftliche Bereichsleitung Radiologie
  • Dr. Julia Ruat, Leitung Wissenschaftliches Projektmanagement Radiologie
  • Jakob Dexl, Standortinformatiker

Prof. Dr. Jens Ricke
(Klinik und Poliklinik für Radiologie)

Projektleitung an der
LMU Medizin:
Prof. Dr. Michael Ingrisch 
(Klinik und Poliklinik für Radiologie)

Die NUM-Plattform für Obduktionen und Pathologie (NATON) ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Universitätsklinika und Obduktionszentren, der insbesondere im Pandemiefall dazu dient, aus Obduktionen systematische und standardisierte Erkenntnisse über Krankheitserreger zu gewinnen. Die generierten Daten werden vollständig, umfassend und zeitnah erfasst und zusammengeführt.

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Die Förderung des gemeinsamen Projekts NATONxRACOON im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) ist im Juli 2026.

 Portrait Jochen Herms

Projektleitung an der
LMU Medizin:

Prof. Dr. Jochen Herms (Institut für Neuropathologie)

Die AKTIN-Infrastruktur bietet eine Plattform für Echtzeitforschung und Überwachung im Gesundheitswesen, speziell in der Notfall- und Akutmedizin. Die Plattform ermöglicht es, täglich standardisierte klinische Daten aus der Patientenversorgung automatisch zu erfassen – standortübergreifend und unabhängig von den primären elektronischen Dokumentationssystemen, unter Einhaltung der Datenschutzvorschriften. AKTIN umfasst auch die Entwicklung und Pflege von Dokumentations- und Interoperabilitätsstandards im Bereich der Akut- und Notfallmedizin sowie eine technische und organisatorische Plattform auf Basis dieser Standards. Auf der Plattform wird das Notaufnahmeregister als eine Anwendung betrieben. Es ermöglicht den einfachen Zugang zu Daten aus Notaufnahmen für diese Zwecke. 

Besonderheiten des Registers sind zum einen die Nutzung der Routinedaten ohne Zusatzaufwand für das behandelnde Personal und zum anderen die dezentrale Infrastruktur, die es erlaubt, die Daten in den einzelnen Kliniken und somit im Behandlungskontext zu speichern. Werden Daten für wissenschaftliche Fragestellungen beantragt, erfolgt eine Datenanfrage an die jeweiligen Kliniken. Die angefragten Daten werden dann unter Wahrung des Datenschutzes und anonymisiert zusammengeführt. Das Ziel der AKTIN-Infrastruktur ist die Verbesserung und Beschleunigung der Datenverfügbarkeit für die Gesundheitsberichterstattung und (Versorgungs-)Forschung sowie die Optimierung des Qualitätsmanagements in den Notaufnahmen sowie in der Akut- und Notfallmedizin dar.

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Projektleitung an der
LMU Medizin:
Prof. Dr. Matthias Klein
(Zentrale Notaufnahme)

Die „NUM Plattform für Surveillance und Rapid Response“ (NUM-SAR) stärkt die Infrastruktur der Universitätsmedizin für die pandemiebezogene Forschung durch umfassende Erregerüberwachung, einheitliche Datensysteme sowie Evidenzsynthesen und Leitlinien. Die Forschungsinfrastruktur im NUM ergänzt bestehende Strukturen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Sie bildet die notwendige Grundlage für eine wirksame Bewältigung zukünftiger Pandemien und weiterer Gesundheitskrisen. NUM SAR arbeitet u. a. mit dem Robert Koch-Institut (RKI), Strukturen des Öffentlichen Gesundheitswesens und weiteren NUM Forschungsinfrastrukturen zusammen.

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Projektleitung an der
LMU Medizin:
Prof. Dr. Eva Annette Rehfuess (Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie - IBE)

Das NUM Studiennetzwerk (NUM-SN) ist eine bundesweite, digital gestützte Forschungsinfrastruktur des Netzwerks Universitätsmedizin. Es standardisiert Verträge und Prozesse, um klinische Studien in Deutschland standortübergreifend effizienter und schneller umzusetzen, administrative Hürden zu senken und die Patientenrekrutierung zu beschleunigen.

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Die Zusatzförderung des Projekts NUM-SN+ / SNID+ (Studiennetzwerk plus Fachnetzwerk Infektionen) im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) ist ab Juli 2026. 

Zum NUM-Studiennetzwerk und Fachnetzwerk

Projektleitung an der LMU Medizin:

Prof. Dr. Evelyn Regar (Clinical Study Center)

COVIM (COllaboratiVe IMmunity Platform of the NUM) ist ein bundesweites Netzwerk von führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Immunologie, Virologie, klinischer Infektiologie, Epidemiologie und Datenwissenschaften. Ziel ist es in COVIM eine nationale Plattform für die schnelle Erfassung und Analyse von komplexen Daten zur Immunität gegen Infektionen, am Beispiel von COVID-19, zu etablieren. Dadurch können Informationen über die Immunitätslage gegen pathogene Bedrohungen ad hoc erhoben und darauf basierend neue therapeutische und präventive Ansätze entwickelt werden. Diese Daten erlauben wissenschaftlich gestützte Entscheidungen und schnelle Reaktionen während eines Ausbruchsgeschehens. COVIM ist eng mit den übrigen NUM-Infrastrukturen und anderen NUM-Forschungsprojekten verzahnt.

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Das Projekt COVIM wird im Rahmen des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) gefördert und der Start ist im Juli 2026.

Projektleitung an der
LMU Medizin:

Prof. Dr. Dr. Michael von Bergwelt (Medizinische Klinik und Poliklinik III)