NUM Studiennetzwerk

Ein besonderer Meilenstein für die LMU Medizin ist der Beitritt zum Studiennetzwerk des NUM (NUM-SN) zum 1. Februar 2026, einem zentralen Bestandteil der dritten Förderperiode. Ziel des NUM-SN ist es, multizentrische klinische Studien deutschlandweit effizienter, koordinierter und qualitativ hochwertiger umzusetzen. Mit dem Beitritt wird die LMU Medizin künftig aktiv in den Fachnetzwerken Schlaganfall und Intensivmedizin vertreten sein – Bereiche, die zu den klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten der LMU Medizin gehören und vielfältige Anknüpfungspunkte zu laufenden und geplanten Forschungsinitiativen bieten.

Gleichzeitig werden am LMU Klinikum neue koordinierende Strukturen geschaffen: Zusammen mit der zentralen Unterstützung der NUM LokS wird in der Stabstelle der Ärztlichen Direktion Klinische Studien (CSC), eine zentrale Stelle geschaffen, die die Umsetzung der NUM-Studienaktivitäten koordinieren, als Ansprechpartnerin für Forschende dienen und die Vernetzung mit den nationalen Partnern unterstützen. Ergänzend wird im Datenintegrationszentrum (DIZ) am LMU Klinikum (MeDIC LMU) eine unterstützende Stelle eingerichtet, die die NUM-Aktivitäten technisch und organisatorisch mit den bestehenden Dateninfrastrukturen der LMU Medizin verknüpft. So wird sichergestellt, dass Forschungsdaten effizient, sicher und unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards verarbeitet und genutzt werden können. 

Team zentrale Unterstützung

Dr. Sonja Selder, Dr. Angela Ruland 

Stabsstelle klinische Studien/Clinical Study Center

Dr. Angela Ruland (NUM-SN Koordinatorin der Stabsstelle klinische Studien/Clinical Study Center)

Kontakt

Telefon: 089 4400-77311

E-Mail: CSC.NUM-SN@med.uni-muenchen.de

Fachnetzwerke des NUM-SN

Die Fachnetzwerke sind essentieller Bestandteil des NUM Studiennetzwerks. Während das NUM Studiennetzwerk als übergreifende Infrastruktur die technischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen bildet, fungieren die Fachnetzwerke als dessen Rekrutierungsplattformen.

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Fachnetzwerk Schlaganfall (SN STROKE)

Ziel des Fachnetzwerkes ist der Aufbau einer nationalen, interdisziplinären, multiprofessionellen und sektorenübergreifenden Plattform für die effiziente Durchführung multizentrischer, groß angelegter klinischer und klinisch-epidemiologischer Schlaganfallstudien.

Ein zentraler Bestandteil dieser Plattform ist die prospektive Beobachtungsstudie Stroke-CORE, in die Patientinnen und Patienten eingeschlossen und über das gesamte Versorgungsspektrum hinweg beobachtet werden. Auch Kinder, die einen Schlaganfall erleiden, werden Teil der Kohorte sein. Stroke-CORE schafft eine wichtige Grundlage für zukünftige interventionelle Studien, beispielsweise durch Identifikation relevanter Forschungsfragen, Abschätzung von Fallzahlen und Prüfung der praktischen Umsetzbarkeit. Dabei setzt das Netzwerk auf ein innovatives Studiendesign in Form einer internationalen Plattformstudie mit Masterstudienprotokoll und dynamischen Behandlungsarmen. Darüber hinaus trägt das Fachnetzwerk dazu bei, systematisch identifizierte Versorgungsbedarfe zu adressieren, und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Weiterentwicklung nationaler und internationaler Leitlinien sowie in die klinische Versorgungspraxis zu überführen.

Forschungsteam an der LMU:

  • Prof. Dr. Lars Kellert (Neurologische Klinik und Poliklinik)
  • PD Dr. Anna Kopczak (Institut für Schlaganfall)
  • Prof. Dr. Konstantinos Dimitriadis, MBA (Neurologische Klinik und Poliklinik)
  • PD Dr. Florian Schöberl (Neurologische Klinik und Poliklinik)
  • PD Dr. Lucia Gerstl (Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital)

Projektleitung an der LMU Medizin: Prof. Dr. Lars Kellert (Neurologische Klinik und Poliklinik)

Anna Kopczak

Projektleitung an der LMU Medizin: PD Dr. Anna Kopczak (Institut für Schlaganfall)

Fachnetzwerk Intensivmedizin (SN CritCare)

Das Studiennetzwerk Intensivmedizin (SN CritCare) ist ein Fachnetzwerk des NUM-Studiennetzwerks. Ziel ist der Aufbau eines leistungsstarken, bundesweiten Netzwerks universitärer Studienzentren zur nachhaltigen Stärkung der klinischen Forschung in der Intensivmedizin. Der Fokus liegt auf kritisch kranken Patientinnen und Patienten mit akuten Organdysfunktionen. Hierfür werden an den beteiligten Studienzentren flächendeckende Strukturen für das Pre-Screening und Screening potenzieller Studienteilnehmender etabliert und weiterentwickelt.

Das SN CritCare identifiziert gezielt Evidenzlücken in der Intensivmedizin und adressiert diese durch multizentrische randomisierte kontrollierte Studien (RCTs). Die daraus gewonnenen Erkenntnisse schaffen eine belastbare wissenschaftliche Grundlage für die evidenzbasierte Weiterentwicklung der intensivmedizinischen Versorgung.

Ein besonderes Merkmal von SN CritCare ist die Einbindung aller Altersgruppen – von Früh- und Neugeborenen, über Kinder aller Altersstufen bis hin zu älteren Erwachsenen.

Forschungsteam an der LMU:

  • Prof. Dr. Bernhard Zwißler (Klinik für Anästhesiologie)
  • PD Dr. Sandra Frank (Klinik für Anästhesiologie)
  • PD Dr. Christina Scharf-Janßen (Klinik für Anästhesiologie)
  • Prof. Dr. Konstantinos Dimitriadis, MBA (Neurologische Klinik und Poliklinik)
  • PD Dr. Martin Olivieri (Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital)
  • Dr. Victoria Lieftüchter (Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital)


Projektleitung an der LMU Medizin: Prof. Dr. Bernhard Zwißler (Klinik für Anästhesiologie)

Fachnetzwerk Infektionen (SNID)

Das Studiennetzwerk Infektionen unterstützt klinische und klinisch-epidemiologische Studien im Bereich der Infektionsmedizin und soll dazu beitragen, die Forschungslandschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken. Es ist das erste Fachnetzwerk im NUM Studiennetzwerk (NUM SN) und baut auf den etablierten Strukturen des Nationalen Pandemie Kohorten Netzes (NAPKON) sowie der NUM Klinischen Epidemiologie- und Studienplattform (NUKLEUS) auf.

Durch die enge Zusammenarbeit mit universitären Einrichtungen, Forschungsverbünden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerwerden studienrelevante Prozesse in der Infektionsforschung weiter vereinheitlicht und automatisiert. Zentralisierte Plattformen für automatisierte Machbarkeitsanalysen und Patientenscreening werden mit einem erweiterten Portfolio typischer Abfragen im Bereich der Infektionen ausgebaut. Ziel ist es, Studien schneller und effektiver umzusetzen und qualitativ hochwertige Daten und Bioproben für Forschungsprojekte bereitzustellen. Dadurch sollen wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für die medizinische Versorgung geschaffen und neue Therapieansätze ermöglicht werden.

Weitere Informationen

Forschungsteam an der LMU:

  • PD Dr. Christian Schulz (Medizinische Klinik II)
  • PD Dr. Ulrich Seybold (Zentrum für Klinische Infektiologie [KlIK])
  • Prof. Dr. Ulrich von Both (Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital)
Bild: PD Dr. Christian Schulz

Projektleitung an der LMU Medizin: PD Dr. Christian Schulz (Medizinische Klinik II)