Forschungsprojekte

Die standortübergreifenden Forschungsprojekte im NUM nutzen die NUM-Plattformen. Gleichzeitig testen und entwickeln sie die NUM-Plattformen weiter. Die Daten und Bioproben, die in Studien erhoben werden, stehen im NUM zur Nachnutzung für die Beantwortung weiterer Forschungsfragen zur Verfügung.

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LMU Medizin beteiligt sich an folgenden Forschungsprojekten:

Die Mehrheit der Patientinnen und Patienten erholt sich von einer COVID-19-Infektion ohne offensichtliche Folgeerscheinungen, aber ein erheblicher Teil leidet unter Langzeitfolgen, die als Post-COVID-Syndrom (PCS) bezeichnet werden. Bislang gibt es keine zugelassene Therapie und es können nur die Symptome behandelt werden. Die Studie RAPID ELAPSE untersucht, ob das Medikament Bupropion gegen die starke Erschöpfung (Fatigue) bei Post-COVID hilft und die körperliche Funktionsfähigkeit von Patient:innen mit Post-COVID verbessert. Hierfür wird im Rahmen der Studie das bereits zugelassene Medikament mit einem Scheinmedikament (Placebo) verglichen. Die Wirkung von Bupropion wurde bereits bei anderen Krankheiten mit starker Erschöpfung untersucht und konnte vielen Betroffenen helfen.

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Projektleitung an der LMU Medizin: 

PD Dr. Julia Roider (Medizinische Klinik IV)

Hepatozelluläre Karzinome (HCC) werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt. Für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem HCC-Risiko stehen etablierte Überwachungsverfahren zur Verfügung, insbesondere die regelmäßige B-Mode-Sonographie, gegebenenfalls ergänzt durch die Bestimmung des Tumormarkers Alpha-Fetoprotein (AFP).

Die Magnetresonanztomographie (MRT) bietet darüber hinaus eine sehr hohe diagnostische Genauigkeit und kann insbesondere bei der Erkennung kleiner Leberläsionen zusätzliche Informationen liefern. Aufgrund des höheren Aufwands und der begrenzteren Verfügbarkeit wird sie derzeit jedoch nicht flächendeckend im Screening eingesetzt.

Im Rahmen des Forschungsprojekts wird daher untersucht, ob sich innerhalb der bestehenden Screeningpopulation Patientinnen und Patienten mit besonders hohem HCC-Risiko frühzeitig identifizieren lassen. Für diese Gruppe könnte ein gezielter Einsatz der MRT möglicherweise dazu beitragen, Tumoren früher zu erkennen und damit Behandlungsoptionen in einem potenziell kurativen Stadium zu eröffnen.

Sophia Stöcklein

Projektleitung an der LMU Medizin: 

Prof. Sophia Stöcklein (Klinik und Poliklinik für Radiologie)

Das Projekt RACOON-LCS verfolgt das Ziel, eine verlässliche und qualitätsgesicherte Infrastruktur zur Unterstützung des nationalen Lungenkrebsscreenings (lung cancer screening, LCS) in Deutschland aufzubauen. Basierend auf der bestehenden RACOON-Infrastruktur wird RACOON-LCS den ersten bundesweiten Datenraum für Screeningdaten schaffen.

Dieser fördert die Zusammenarbeit zwischen Standorten und ermöglicht eine langfristige Standardisierung, Qualitätssicherung und wissenschaftliche Analyse der Screeningprozesse. Ein zentrales Element des Projekts ist die Integration von KI-gestützten Detektionssystemen (CAD), die dabei helfen, Lungenrundherde frühzeitig zu erkennen und zu klassifizieren, die Lungenstruktur zu analysieren und das Risiko für maligne Veränderungen besser einschätzen zu können.

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Projektleitung an der LMU Medizin: 

Prof. Amanda Tufman (Medizinische Klinik und Poliklinik V)

RAPID (Registry of Adult and Pediatric Intensive Care Data) ist ein dezentrales, föderiertes Register für intensivmedizinische Routinedaten aus Erwachsenen- und pädiatrischen Intensivstationen in Deutschland. Die Datenerfassung erfolgt weitgehend automatisiert über digitale Schnittstellen direkt aus den klinischen Informationssystemen der teilnehmenden Standorte und ermöglicht eine kontinuierliche, qualitativ hochwertige Datenbasis für Forschung und Versorgungsanalysen.

Im Gegensatz zu klassischen zentralen Registern verbleiben die Daten bei NUM-RAPID an den jeweiligen Standorten. Forschungsanfragen werden über eine föderierte Infrastruktur an die beteiligten Einrichtungen verteilt und dort automatisiert ausgewertet. Es werden ausschließlich die für die jeweilige Fragestellung erforderlichen, aggregierten Ergebnisse übermittelt. Dieses Verfahren ermöglicht die standortübergreifende Nutzung hochgranularer Routinedaten unter konsequenter Einhaltung der Anforderungen an Datenschutz und Datenminimierung.

NUM-RAPID schafft die Grundlage für multizentrische klinische Forschung, Qualitätsvergleiche und Versorgungsforschung in der Intensivmedizin sowie eine verbesserte Pandemie- und Krisenvorsorge. 

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Projektleitung an der LMU Medizin: 

PD Dr. Sandra Frank (Klinik für Anästhesiologie)